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Urheberrecht (Werke)

Doppelschöpfung

Das geschaffene Werk muss nach § 2 Abs. 2 UrhG@ nicht neu sein. Es muss lediglich eine geistige Schöpfung mit individuellem Charakter vorliegen. Daher ist eine Doppelschöpfung von mehreren Urhebern möglich.

Doppelschöpfungen (Nachbildungen) können im Bereich der so genannten kleinen Münze vorkommen, d.h. dort, wo die Grenze zwischen Schutzfähigkeit und Schutzlosigkeit liegt und technische Zwänge oder übliche und naheliegende Gestaltungsweisen eine gewisse Form vorgeben (OLG Frankfurt, 30. Juni 2015 - 11 U 56/15 unter II.2), also insbesondere dort, wo der Gestaltungsspielraum wegen den technischen Zwängen gering ist.

Dort, wo es viel Gestaltungsspielraum gibt, wird es wegen der Vielfalt der individuellen Schaffensmöglichkeiten nur ausnahmsweise zu einer Doppelschöpfung kommen (BGH, 05.06.1970 - ZR 44/68; unter II.2; Magdalenenarie).

Übernahmen, die lediglich auf Zufall beruhen (Doppelschöpfungen), stellen keine Urheberrechtsverletzung dar, denn das ältere Werk diente nicht als Vorlage für das jüngere Werk (so BGH).

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Seite aktualisiert: 13.03.2017, Copyright 2017