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Urheberrecht (Sprachwerke, Schriftwerke)

Wissenschaftliche Schriften

Wissenschaftliche Arbeiten enthalten Text mit wissenschaftlichem Inhalt. Sie sind Schriftwerke iSd § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG@, da die Gedankenausdrücke in Schriftzeichen erfolgen.

Ein Schriftwerk ist urheberrechtlich geschützt, wenn es als eine persönliche geistige Schöpfung anzusehen ist (§ 2 Abs. 2 UrhG@).

Da wissenschaftliche Tatsachen von der Natur geschaffen sind und lediglich vom Menschen erkannt werden müssen, kann es bei einer wissenschaftlichen Arbeit an einer persönlichen geistigen Schöpfung fehlen.Denn die Entdeckung und Wiedergabe von Tatsachen ist keine besondere geistige Leistung.

Wissenschaftliche Arbeiten können durch eine besonders verständliche und übersichtliche Darstellungsform von wissenschaftlichen Ergebnissen eine persönliche geistige Leistung und somit ein Werk iSd § 2 Abs. 2 UrhG@ begründen.

Bei wissenschaftlichen Arbeiten ohne urheberrechtlichen Schutz ist § 70 UrhG@ (sog. Leistungsschutzrecht) zu beachten.

Wissenschaftliche Arbeiten enthalten oft neben dem Text auch Zeichnungen.

Da das Urhebergesetz zwischen Schriftwerke iSd § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG@ und Darstellungen wissenschaftlicher Art iSd § 2 Abs. 1 Nr. 7 UrhG@ unterscheidet, ist in diesem Fall eine Zuordnung vorzunehmen.

Wissenschaftliche Arbeiten mit Text und Zeichnungen werden als ein Schriftwerk angesehen. Die zum Text dazu gehörigen Zeichnungen und Photographien sind lediglich Bestandteile der wissenschaftlichen Arbeit (vgl. BGH, 21.111.1980 - I ZR 106/78 unter I.1., Staatsexamen).

Die einzelnen Zeichnungen in wissenschaftlichen Arbeiten können zusätzlich als Darstellungen wissenschaftlicher Art iSd § 2 Abs. 1 Nr. 7 UrhG@ geschützt sein (siehe Darstellungen).

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Seite aktualisiert: 22.12.2014, Copyright 2017