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Urheberrecht (Werk durch Bearbeitung)

Durch die Veränderung eines Werkes kann ein neues selbständiges Werk entstehen.

Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden wie selbständige Werke geschützt (vgl. § 3 UrhG@). Durch diese Vorschrift wird der Bearbeiter des Werkes zum Urheber des erstellten Werkes. Die Rechte des Urhebers am bearbeiteten Werk (Vorlage) bleiben erhalten.

Bei der Bearbeitung eines Werkes bleiben trotz der Veränderung von Details die charakteristischen Wesenszüge des Originals im Vordergrund.

Beispiels: Übersetzungen und Verfilmungen von Schriftwerken sind Bearbeitungen, da die Wesenszüge des Schriftwerks im Vordergrund bleiben.

Für die Veröffentlichung von Bearbeitungen ist die Einwilligung des Urhebers erforderlich (§ 23 UrhG@), d.h. für die Veränderung des Werkes ist eine Zustimmung des Urhebers nicht erforderlich. Dies gilt nicht für alle Werke. Für bestimmte Werke ist bereits der Beginn der Bearbeitung zustimmungspflichtig (siehe Bearbeitungen).

Wird eine Bearbeitung ohne die erforderliche Zustimmung vorgenommen, hindert dies nicht die Entstehung eines neuen Werkes. Ein Werk entsteht, wenn ein persönliche geistige Schöpfung vorliegt (vgl. § 2 Abs. 2 UrhG@), unabhängig davon, ob die Handlung rechtlich zulässig ist.

Von der Bearbeitung eines Werkes ist die freie Benutzung eines Werkes zu unterscheiden (siehe freie Benutzung).


Hinweise

Dokument-Nr. 00041

Autor, siehe Impressum

jura-basic Verlag, siehe [www.jurabasic24.de]



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Seite aktualisiert: 15.11.2009, Copyright 2017