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Urheberrecht (Musikwerke)

Einleitung

Rz. 1

Urheberrechtlichen Schutz genießen Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst (§ 1 UrhG@).

Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören die Musikwerke (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 UrhG@).

Allerdings wird nicht jedes Musikwerk urheberrechtlich geschützt. Erforderlich ist, dass das Musikwerk als eine persönliche geistige Schöpfung anzusehen ist (siehe Schöpfung).

Die musikalische Gestaltungshöhe kann sich durch die Melodik, des Takts, des Tempos, der Harmonik ergeben (BGH, 24.01.1991 – I ZR 72/89 unter II.1, Volkslied bearbeiten, Brown Girl II). Bei der Musik liegen allerdings die rein handwerkliche Tätigkeit, die formalen Gestaltungselemente, die auf den Lehren von der Harmonik, Rhythmik und Melodik beruhen oder sich im Wechselgesang zwischen Solist und Chor ausdrücken außerhalb des Schutzbereichs. Die formgebende Leistung einer musikalischen Darbietung wird schutzfähig, wenn sie über die handwerksmäßige Anwendung musikalischer Lehren hinausgeht (BGH, 26.09.1980 - I ZR 17/78, unter III. 1a; Dirlada). Das kann bei einem Wechselgesang der Fall sein, wenn er eine individuelle musikalische Ausdrucksart besitzt. Auch Rhythmus und Aufbau der Tonfolgen, als Elemente der Tongestaltung, können für die Ausdruckskraft durchaus bedeutsam sein (BGH, aaO unter III. 1a; Dirlada).

Dem Musiker, als Urheber, steht an einem Werk beispeilsweise

  • das Vervielfältigungsrecht und

  • das Bearbeitungsrecht zu.

Ein Dritter kann ohne Einwilligung des Urhebers ein Musikstück verändern, wenn ein neues Werk mit neuen Wesenszügen mit einem gewissen Abstand zum Original entsteht. In diesem Fall spricht man von einer freien Benutzung des Originalwerks.

Ob eine freie Benutzung vorliegt, ist abhängig vom Einzelfall.

Durch Veränderung eines Musikstücks im Rahmen eines Remixes oder Sound-Sampling kann ein neues Werk mit neuen Wesenszügen entstehen. Bei einer Coverversion ist dies regelmäßig nicht der Fall.


|| Rz. 2 >>

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Dokument-Nr. 0001542, © jura-basic 2019

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