jura-basic (Krankheit Lohnfortzahlung) - Grundwissen
   
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Inhalt

Arbeitsverhältnis (Krankheit)

Lohnfortzahlung

Dauer

Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer im Krankheitsfall den Lohn fortzuzahlen, bis zur Dauer von 6 Wochen (§ 3 EntgFG@). Danach erhält der Arbeitnehmer Krankengeld von der Krankenkasse (§ 47 Abs. 1 SGB V@).

Arbeitnehmer sind Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten (§ 1 Abs. 2 EntgFG@). Dazu gehören auch Personen mit Minijobs oder Personen in der Probezeit (siehe Inhaltsübersicht, 2. Arbeitnehmer).

Höhe

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall beträgt 100% des Arbeitsentgelts, d.h. der Arbeitgeber ist zur vollen Lohnfortzahlung verpflichtet (§ 4 Abs. 1 EntgFG@). Zum Arbeitsentgelt gehört nicht das für Überstunden gezahlte Entgelt (§ 4 Abs. 1a Satz 1 EntgFG@). Bei einem Leistungslohn ist der Lohnberechnung der regelmäßig erzielbare Durchschnittsverdienst zugrunde zu legen (§ 4 Abs. 1a Satz 1 EntgFG@).

Fällt ein Krankheitstag auf einen gesetzlichen Feiertag, regelt sich die Lohnfortzahlung nach § 2 EntgFG@ (§ 4 Abs. 2 EntgFG@).

Wird im Betrieb des Arbeitnehmers verkürzt gearbeitet, gilt dies auch für den arbeitsunfähigen Arbeitnehmer (§ 4 Abs. 3 EntgFG@). Das Arbeitsentgelt kürzt sich entsprechend.

Durch Tarifvertrag können abweichende Regelungen getroffen werden (§ 4 Abs. 4 EntgFG@).

Wartezeit

Ein Entgeltfortzahlungsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber entsteht erst nach 4 Wochen ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses (§ 3 Abs. 3 EntgFG@). Ein Arbeitsverhältnis ist auch ein Probearbeitsverhältnis oder Teilzeitarbeitsverhältnis.

Leistungsverweigerung

Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Lohnfortzahlung zu verweigern, solange der Arbeitnehmer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (§ 5 Abs. 1 EntgFG@) nicht vorlegt (§ 7 Abs. 1 EntgFG@).

Kleinbetriebe

Für Kleinbetriebe (nicht mehr als 30 Beschäftigte) ist die Lohnfortzahlung gemäß § 3 EntgFG@ wirtschaftlich schwierig. Sie können daher 80 Prozent der bezahlten Vergütung über § 1 AAG@ (Aufwendungsausgleichsgesetz) erstatten erhalten. Die zu gewährenden Beträge werden den Arbeitgebern von der Krankenkasse ausbezahlt, bei welcher der Arbeitnehmer versichert ist (§ 2 AAG@).

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Thema des Monats (April: Besitzer und Besitzdiener)

Besitzer kann ein Mensch oder eine juristische Person (z.B. GmbH) sein. Der Besitzdiener kann nur ein Mensch sein.

Das Thema des Monats umfasst den Begriff des Besitzers und Besitzdieners.

Nähere Informationen, siehe Detail

Hinweise

Seite aktualisiert: 15.05.2017, Copyright 2018