jura-basic (zweckbefristeterArbeitsvertrag) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Zweckbefristeter Arbeitsvertrag)

Begriff und Bedeutung

Rz. 1

Ein befristeter Vertrag ist auf bestimmte Zeit (Dauer) geschlossen.

Ein zweckbefristeter Arbeitsvertrag liegt vor, wenn sich seine Dauer aus Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung ergibt (§ 3 Abs. 1 TzBfG@).

Die Befristung des Arbeitsvertrags bedarf eines sachlichen Grundes (§ 14 Abs. 1 TzBfG@). Ein sachlicher Grund für die Befristung kann sein:

  • vorübergehender betrieblicher Bedarf (z.B. Großprojekt)

  • Krankheitsvertretung

  • Erprobung.

Die Befristung (Laufzeitbegrenzung) des Arbeitsvertrags bedarf zu ihrer Wirksamkeit der gesetzlichen Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG@). Eine mündliche Vereinbarung über die Befristung ist unwirksam. Die Schriftform gilt für die Befristungsabrede als solche (Laufzeit des Vertrags), nicht für den übrigen Inhalt des Vertrags, wie z.B. Urlaubsregelung (siehe Schriftform, Rz.2).

Die Laufzeit des zweckbefristeten Arbeitsvertrags ist zeitlich nicht begrenzt. Der Arbeitsvertrag endet, wenn der Zweck erreicht ist.

Beispiel: Ein Großprojektkann mehrere Jahre dauern.

Über die Erreichung des Zwecks hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zu informieren. Das Arbeitsverhältnis endet frühestens zwei Wochen nach Zugang der schriftlichen Unterrichtung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber über den Zeitpunkt der Zweckerreichung (§ 15 Abs. 2 TzBfG@).


|| Rz. 2 >>

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Dokument-Nr. 0001289, © jura-basic 2019

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