jura-basic (Berufsausbildungsvertrag Schadensersatz) - Grundwissen
   
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Arbeitsverhältnis (Berufsausbildung)

Schadensersatz

Rz. 10

Wird das Berufsausbildungsverhältnis nach der Probezeit vorzeitig gelöst, so können Ausbildende oder Auszubildende Ersatzs des Schadens verlangen, wenn die andere Person den Grund für die Auflösung zu vertreten hat (§ 23 Abs. 1 BBiG@), z.B. wenn eine außerordentliche Kündigung aus einem vom anderen schuldhaft herbeigeführten Grund erfolgt, wie bei einem Vertragsbruch. Ersetzbar ist der Schaden, der durch den vorzeitigen Abbruch des Ausbildungsverhältnisses entstanden ist (z.B. Schadensersatzanspruch des Auszubildenden für neue Bewerbung, Schadensersatzanspruch des Ausbilders für neue Rekrudierung eines Nachfolgeazubis, insbesondere Schadensersatz für entsprechende Zeitungsanzeige, kein Schadensersatz für anderen Arbeitnehmer, da Ausbildungsverhältnis und Arbeitsverhältnis wegen den ganz unterschiedlichen Pflichten nicht gleichgesetzt werden können (BAG, 17.08. 2000 – 8 AZR 578/99, Leitsatz).

Kein Anspruch auf Schadensersatz besteht bei einer Kündigung innerhalb der Probezeit oder bei einer Kündigung im Falle des § 22 Abs. 2 Nr. 2 (§ 23 Abs. 1 BBiG@), z.B. bei einem Ausbildungswechsel.

Besteht ein Anspruch, dann erlischt er, wenn er nicht innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses geltend gemacht wird (§ 23 Abs. 2 BBiG@), sog. Ausschlussfrist.


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Dokument-Nr. 000906, © jura-basic 2020

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