jura-basic (Handelsgeschäfte b Gattungsschuld) - Grundwissen
   
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Handelsgeschäfte (Sonderregelungen)

Gattungsschuld

BGB:

Nach § 243 Abs. 1 BGB@ ist die Gattungsschuld wie folgt geregelt:

Wer eine nur der Gattung nach bestimmte Sache schuldet, hat eine Sache von mittlerer Art und Güte zu leisten. Mittlerer Art und Güte bedeutet Durchschnittsware unabhängig vom Erfüllungsort. Durchschnittsware allgemein (bundesweit) betrachtet.

HGB:

Wird eine nur der Gattung nach bestimmte Ware geschuldet, so ist Handelsgut mittlerer Art und Güte zu leisten (§ 360 HGB@).

Mittlerer Art und Güte bedeutet Durchschnittsware. Handelsware wie sie am Erfüllungsort üblich ist. Je nach Sachlage kann eine gute Ware nicht genügen, oder eine schlechte Ware genügen. Dies ist abhängig vom Qualitätsstandard des Erfüllungsorts (ortsabhängiger Qualitätsstandard =Durchschnittsware). Der Erfüllungsort (= Leistungsort) ist der Ort, an dem der Schuldner seine Leistungshandlung vorzunehmen hat z.B. bei Bringschuld ist dies der Ort des Gläubigers (Sachübergabe beim Käufer), bei der Holschuld ist dies der Abholort (Ort des Betriebs).

Durchschnittsware gebietsabhängig betrachtet. (Handelsbrauch vor Ort).


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