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Gewerbesteuer

Berechnung

Rz. 3

a) Berechnungsgrundlage für die Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag.

Der Gewerbeertrag ist der nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes bzw. des Körperschaftsteuergesetzes ermittelte Gewinn aus dem Gewerbebetrieb und wird vermehrt bzw. vermindert um bestimmte Beträge (vgl. § 7 GewStG@). Der Gewerbeertrag ist bei natürlichen Personen sowie bei Personengesellschaften um einen Freibetrag zu kürzen (siehe Gewerbesteuerfreibetrag, Rz.4).

b) Bei der Berechnung der Gewerbesteuer ist von einem Steuermessbetrag auszugehen. Dieser ist durch Anwendung eines Prozentsatzes auf den Gewerbeertrag zu ermitteln (§ 11 Abs. 1 GewStG@). Die Steuermesszahl für den Gewerbeertrag beträgt 3,5 Prozent (§ 11 Abs. 2 GewStG@).

Steuermessbetrag = Gewerbeertrag x Steuermesszahl (3,5%).

c) Der Steuermessbetrag wird für den Erhebungszeitraum nach dessen Ablauf festgesetzt. Erhebungszeitraum ist grundsätzlich das Kalenderjahr (§ 14 Abs. 1 GewStG@).

Die Steuer wird auf Grund des Steuermessbetrags (§ 14) mit einem Prozentsatz (Hebesatz) festgesetzt und erhoben, der von der hebeberechtigten Gemeinde (§§ 4, 35a) zu bestimmen ist (§ 16 Abs. 1 GewStG@). Die Gemeinde kann den Hebesatz für ein Kalenderjahr oder mehrere Kalenderjahre festsetzen (§ 16 Abs. 2 GewStG@)

Beispiel: Gewerbesteuer = Steuermessbetrag x Hebesatz der Gemeinde.

d) Die Gewerbesteuer entsteht, soweit es sich nicht um Vorauszahlungen (§ 21) handelt, mit Ablauf des Erhebungszeitraums, für den die Festsetzung vorgenommen wird (§ 18 GewStG@). 1Der Steuerschuldner hat am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November Vorauszahlungen zu entrichten (§ 19 GewStG@).


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Dokument-Nr. 000475, © jura-basic 2019

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