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Darlehensvertrag (Verbraucherdarlehensvertrag)

Begriff und Bedeutung

Der Verbraucherdarlehensvertrag ist ein Darlehensvertrag zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer.

Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen, der Darlehensnehmer ist verpflichtet einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten (siehe Darlehensvertrag).

Verbraucherdarlehensverträge sind entgeltliche Darlehensverträge und der Oberbegriff für

  • Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge und

Allgemein-Verbraucherdarlehensverträge sind entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer (siehe Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag). Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge sind entgeltliche Darlehensverträge zwischen einem Unternehmer als Darlehensgeber und einem Verbraucher als Darlehensnehmer, die z.B. durch ein Grundpfandrecht oder eine Reallast besichert sind (siehe Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag).

Ein Darlehensvertrag ist entgeltlich, wenn die Parteien z.B. ein verzinsliches Darlehen vereinbaren (siehe Inhaltsübersicht, dort 8. Entgeltlichkeit ).

Das Verbraucherdarlehen wird auch als Verbraucherkredit bezeichnet.

Die Darlehensgewährung an einen Verbraucher ist ein prägendes Wesensmerkmal des Verbraucherdarlehensvertrags und gibt dem Vertrag seinen Namen.

Der Darlehensgeber muss nicht eine Bank sein, die regelmäßig Darlehen vergibt. Darlehensgeber kann auch ein Unternehmer sein, der erstmalig oder gelegentlich einen Kredit vergibt und dessen unternehmerische Tätigkeit (Haupttätigkeit) sich nicht auf die regelmäßige Kreditvergabe bezieht (siehe Inhaltsübersicht, dort 2. Vertragsparteien ).

Zum Schutz des Verbrauchers sind bei einem entgeltlichen (z.B. verzinslichen) Verbraucherdarlehensvertrag neben den Vorschriften des Darlehensvertrags zusätzliche Sondervorschriften zu beachten.

Die zusätzlichen Sonderregelungen (Erfordernisse) für ein verzinsliches Verbraucherdarlehen (Verbraucherkredit) sind z.B.: die Schriftform für das Verbraucherdarlehen und die Pflicht des Unternehmers zu vorvertraglichen Informationen über das Verbraucherdarlehen, insbesondere die Mitteilung des effektiven Jahreszinses, den Nettodarlehensbetrag, die Sollzinsen, der Gesamtbetrag des Verbraucherdarlehens (siehe Inhaltsübersicht, dort 5. Vorvertragliche Informationen ).

Kurzübersicht über die Sonderregelungen (Erfordernisse) für entgeltliche Verbraucherdarlehen:

  • Schriftform (siehe Inhaltsübersicht, dort 3. Schriftform )

  • Kreditwürdigkeitsprüfung (siehe Inhaltsübersicht, dort 4. Kreditwürdigkeitsprüfung )

  • Vorvertragliche Informationen (siehe Inhaltsübersicht, dort 5. Vorvertragliche Informationen )

  • Mindestinhalt (siehe Inhaltsübersicht, dort 6. Mindestinhalt )

  • Gesamtbetrag (siehe Inhaltsübersicht, dort 10. Gesamtbetrag )

  • Tilgungsplan (siehe Inhaltsübersicht, dort 7. Tilgungsplan )

  • Widerrufsrecht (siehe Inhaltsübersicht, dort 13. Widerrufsrecht )

Gibt der Unternehmer dem Verbraucher ein unentgeltliches Darlehen, dann gibt es lediglich einen eingeschränkten Verbraucherschutz (siehe unentgeltliches Verbraucherdarlehen).

Keinen Verbraucherschutz haben Bagatelldarlehen (Kleinkredite) und Arbeitgeberdarlehen (s.u. Anwendungsbereich).


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Dokument-Nr. 000241, © 2019

Verzug ohne Verschulden?

Leistet der Schuldner bei Fälligkeit nicht, kommt er dann in jedem Fall in Verzug? Nein (Details).

Mahnbescheid und Inkasso

Inkassounternehmen erwerben von Gläubigern (z.B. Verkäufern) deren Forderungen. Zahlt der Schuldner bei Fälligkeit seine Schuld nicht, kann das Inkassounternehmen bei Gericht einen Mahnbescheid beantragen (siehe Details).

Thema des Monats
(Montagsauto und Rücktritt)

Wann ist ein Auto ein Montagsauto? Kann der Käufer eines Montagsautos vom Vertrag zurücktreten?
Nähere Informationen, siehe Details


Sind Sie Existenzgründer?

Informationen für Existenzgründer von jura-basic.de (siehe Details).

Vertrag, Rund um den Vertragsschluss

Einem Vertragsschluss gehen Vertragsanbahnung und Vertragsverhandlungen voraus. Sind sich die Personen einig, dann kommt es zum Vertragsschluss (siehe Details).

Fragen zu Vertragsverhandlungen?

Eine Willensübereinstimmung wird durch Vertragsverhandlungen erreicht. Im Rahmen von Vertragsverhandlungen werden Vertragspunkte besprochen und ausgehandelt (siehe Details).

Handelsvertreter oder Makler?

Ob ein gewerblicher Vermittler rechtlich ein Handelsvertreter oder Makler ist, ist abhängig von kleinen Details (siehe Details).

Weitere Fragen zum Darlehensvertrag?

Haben Sie weitere Fragen zum Darlehensvertrag, insbesondere zum Darlehenszins, Bereitstellungszins, Kündigungsrecht, Nichtabnahmeentschädigung, Verbraucherdarlehen, Vorfälligkeitsentschädigung, dann siehe Details.

Begriffe im Darlehensrecht

Begriffe im Darlehensrecht sind Begriffe, die im Darlehensrecht überlicherweise verwendet werden (siehe weiter).

Checkliste für Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag enthält verschiedene Vertragspunkte. jura-basic hat eine Checkliste für den Arbeitsvertrag erstellt (siehe Details).

Fragen zum Arbeitsverhältnis?

Haben Sie Fragen zum Arbeitsverhältnis, insbesondere zur Krankheit, zur Kündigung, zum Urlaub oder zur Arbeitszeit (insbesondere Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst, Umkleidezeiten, Überstunden, Wegezeiten), dann siehe Details.

Hinweise

Seite aktualisiert: 17.01.2018, Copyright 2019...