jura-basic (Vertrag Annahme) - Grundwissen
   
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Vertrag (Annahme)

1. Begriff und Bedeutung

Der Vertrag ist ein mehrseitiges Rechtsgeschäft. Er erfordert übereinstimmende Willenserklärungen. Das sind Angebot und Annahme.

Hinsichtlich des Zeitpunkts der Annahme unterscheidet der Gesetzgeber zwischen

  • Antrag gegenüber einem Anwesenden und

  • Antrag gegenüber einem Abwesenden.

Der einem Anwesenden gemachte Antrag kann nur sofort angenommen werden (§ 147 Abs. 1 BGB@). Der einem Abwesenden gemachte Antrag kann nur bis zu dem Zeitpunkt angenommen werden, in welchem der Antragende den Eingang der Antwort unter regelmäßigen Umständen erwarten darf (§ 147 Abs. 2 BGB@, sog. Annahmefrist).

Der Inhalt der Annahmeerklärung ist das vorbehaltlose "Ja" auf den Antrag.

Der Antrag erlischt, wenn er abgelehnt wird oder die Annahme dem Antragenden nicht rechtzeitig zugeht (§ 146 BGB@).

Geht die Annahme dem Antragenden rechtzeitig zu, kommt ein Vertrag zustande (sog. Vertragsschluss).

Sofern eine Annahmeerklärung nicht nur das Wort "ja" beinhaltet, sondern noch weitere Zusätze enthält, ist § 150 Abs. 2 BGB@ zu beachten. Die Annahme mit Änderung gilt als Ablehnung verbunden mit einem neuen Antrag (§ 150 Abs. 2 BGB@).

Für die Annahme sind von Bedeutung:

  • Willenserklärung (Annahme)

  • Auftragsbestätigung

  • abgeänderte Annahme

  • Vorbehalt

  • Annahmefrist

  • verspätete Annahme

  • Minderjährigkeit des Annehmenden

  • Tod des Annehmenden

  • Abgabe der Annahme

  • Zugang der Annahme

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Seite aktualisiert: 25.08.2015, Copyright 2017