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Besitz (Eigenbesitzer)

Der Eigenbesitzer ist ein Besitzer, der eine Sache als ihm gehörend besitzt (§ 872 BGB@). Maßgebend ist der Wille des Besitzers. Will der Besitzer die Sache wie eine ihm gehörende Sache beherrschen, ist er Eigenbesitzer.

Eigenbesitzer ist der Eigentümer. Er besitzt die Sache als ihm gehörend.

Eigenbesitzer ist auch ein Dieb, der wie ein Eigentümer die Sache beherrschen will. Eigenbesitzer kann auch ein Käufer sein, der glaubt der Eigentümer der Sache zu sein.

Beispiel: Käufer kauft und erhält vom Verkäufer eine gestohlene Sache, ohne dies zu wissen. Da ein gutgläubiger Eigentumserwerb durch Rechtsgeschäft an einer gestohlenen Sache nicht möglich ist (vgl. § 935 BGB@), kann der Käufer das Eigentum an der Sache vom Verkäufer nicht erwerben. Der gutgläubige Käufer wird lediglich Eigenbesitzer.

Der Eigenbesitz ist für die Ersitzung der Sache von Bedeutung.

Mit Eintritt der Ersitzung erlangt der gutgläubige Eigenbesitzer das Eigentum an der beweglichen Sache. Die Ersitzung ist 10 Jahre nach dem Erhalt der Sache möglich (siehe Ersitzung).

Vom Eigenbesitzer ist der Fremdbesitzer zu unterscheiden (siehe Fremdbesitzer ).


Hinweise

Seite aktualisiert: 04.04.2016, Copyright 2017