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Leistung (Beschaffungsrisiko)

Begriff und Bedeutung

Die Leistungsgefahr ist ein Begriff aus dem Schuldrecht.

Bei einem gegenseitigen Vertrag stehen sich Leistung und Gegenleistung gegenüber. Zwischen Vertragsabschluss und Vertragserfüllung können Leistungsstörungen auftreten.

Die Leistungsgefahr regelt die Frage, wer das Risiko des Untergangs der Leistung trägt.

Dies ist grundsätzlich der Gläubiger. Denn nach § 275 Abs. 1 BGB@ ist der Anspruch auf Leistung ausgeschlossen, soweit die Leistung für den Schuldner oder jedermann unmöglich ist (§ 275 Abs. 1 BGB@), z.B. wenn eine gebrauchte Sache zerstört wird. Wird der Schuldner von seiner Leistungspflicht befreit, wenn ihm die Leistung unmöglich ist, dann muss der Gläubiger sich die Leistung anders beschaffen.

Bei einer Sachleistung ist für das Leistungsrisiko (Beschaffungsrisiko) des Gläubigers von Bedeutung, ob

  • eine Stückschuld

  • eine Gattungsschuld oder

  • Vorratsschuld besteht.


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