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Auslobung und Preisausschreiben

Auslobung

Die Auslobung ist das verbindliche Versprechen einer Belohnung für die Vornahme einer Handlung (§ 657 BGB@) z.B. Belohnung für die erfolgreiche Vermittlung einer Wohnung.

Wer durch öffentliche Bekanntmachung eine Belohnung für die Vornahme einer Handlung aussetzt, ist verpflichtet, die Belohnung demjenigen zu entrichten, welcher die Handlung vorgenommen hat (§ 657 BGB@).

Die Auslobung ist ein einseitiges Rechtsgeschäft, da sie lediglich eine Willenserklärung (Auslobungserklärung) bedarf.

Die Erklärung ist kein Vertragsangebot an einen unbestimmten Personenkreis. Für die Wirksamkeit der Auslobung ist keine Annahmeerklärung erforderlich.

Bereits durch die öffentliche Bekanntmachung entsteht ein Rechtsgeschäft. Durch das Rechtsgeschäft wird der Erklärende verpflichtet, die Belohnung demjenigen zu entrichten, welcher die ausgelobte Handlung vorgenommen hat.

Um einen Anspruch auf die Belohnung zu erhalten, ist es nicht erforderlich, dass der Handelnde bei der Vornahme seiner Handlung (z.B. Vermittlung einer Wohnung) von der Auslobung Kenntnis hatte (§ 657 BGB@).

Ist die ausgelobte Handlung mehrmals vorgenommen worden, so gebührt die Belohnung demjenigen, welcher die Handlung zuerst vorgenommen hat (§ 659 BGB@).

Haben mehrere zu dem Erfolg mitgewirkt, so hat der Auslobende die Belohnung unter Berücksichtigung des Anteils eines jeden an dem Erfolg nach billigem Ermessen unter sie zu verteilen (§ 660 BGB@).

Die Auslobung kann bis zur Vornahme der Handlung widerrufen werden (§ 658 BGB@).

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017